79 - Sexualität und Behinderung - Interview mit Patrizia Kubanek

Shownotes

In Folge 79 habe ich mit Patrizia Kubanek über Sexualität und Behinderung gesprochen. Patrizia Kubanek ist Unternehmerin, Beraterin und Kulturinteressierte. Sie begleitet Menschen mit und ohne Behinderung in Einzelberatungen und Workshops rund um das Thema Sexualität. Im Gespräch berichtet sie, wie sie zu ihrer Tätigkeit gefunden hat, welche besonderen Herausforderungen Menschen mit Behinderung häufig begegnen und welche Rolle Achtsamkeit und Körperwahrnehmung dabei spielen.

Wir sprechen darüber, wie wichtig es ist, den eigenen Körper trotz gesellschaftlicher Normen anzunehmen, Scham und Unsicherheiten offen zu begegnen und Räume zu schaffen, in denen achtsame Selbstexploration möglich ist. Außerdem gibt Patrizia Kubanek Einblicke in ihre Arbeit als Inklusionsberaterin im Kulturbereich und erzählt, wie sie Selbstfürsorge in ihrem vollen Alltag lebt.

Über diese Themen sprechen wir in der Folge:

  • Über Patrizia Kubanek
  • Sexualität und Behinderung
  • Achtsamkeit in der Sexualberatung
  • Scham, Grenzen und Körperakzeptanz
  • Selbstwirksamkeit und Empowerment
  • Workshops zum Atmung und Sexualität
  • Ihre Zeit als Performance-Künstlerin
  • Inklusion im Kulturbereich
  • Assistenzdienst auf Augenhöhe
  • Ihre eigene Selbstfürsorge-Praxis

Blogpost und Transkript zu Folge 79](https://www.inklusiveachtsamkeit.de/sexualitaet-und-behinderung-interview-mit-patrizia-kubanek))

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Transkript anzeigen

00:00:06: Inklusive Achtungkeit der Podcast zu den Themen Achtungen und Inklusion.

00:00:11: Mit mir, Mächte Kreuzer Hallo!

00:00:19: Herzlich willkommen zur Folge neun-siebzig von Inklusive Achtsungheit der Podcast.

00:00:24: Ich freue mich, dass du wieder hier bei bist, dass Du eingeschaltet hast und das Du Dich für diese Folge entschieden hast.

00:00:30: Diesmal hatte ich mit Patricia Kubanek besprochen.

00:00:34: Sie ist Unternehmerin Beraterin Kulturinteressiert

00:00:39: Und

00:00:40: sie beschäftigt sich viel mit den Themen Sexualität und Behinderung, und begleitet da auch Menschen mit Behinderungen in Einzelarbeit und auch in Workshops.

00:00:50: Und über ihre Arbeit und wie sie auch dahin gekommen ist haben wir in dieser Folge gesprochen und auch was sie sonst noch so alles macht.

00:00:58: also wieder eine interessante und spannende Folge die natürlich auch wieder etwas mit dem Thema Achtsamkeit zu tun hat!

00:01:04: Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Hören dieser Folge.

00:01:12: Hallo, liebe Patricia.

00:01:14: Willkommen im Podcast!

00:01:16: Ich freue mich, dass es jetzt geklappt hat und wir einen Termin gefunden haben um zu sprechen weil ich hatte schon länger die Idee das deine Themen gut in den Podcast aufpassen würden.

00:01:26: Deswegen freue ich mich dass du heute hier bist und genau ich fange immer so an, dass du dich gerne einmal vorstellen kannst wer du bist und was du so machst was für deine Themen sind.

00:01:36: Okay ja also erst mal vielen Dank für die Einladung.

00:01:40: Und ja, ich bin Faschizia Kubanik.

00:01:42: Ich bin selbst so ein Menschen mit und ohne Behinderung und arbeite sexuelltrapolitisch auf verschiedenen Gebieten also sowohl in der Eins-zu-Einsberatung als auch in der Gruppenarbeit mit Mitarbeitenden von Institutionen der Behindertenhilfe.

00:02:02: genau

00:02:03: Okay, das ist echt spannend.

00:02:04: Und wie bist du da hingekommen?

00:02:06: Dass du das so machst und Menschen da unterstützt?

00:02:08: Gab es da irgendwie ein Weg oder Erlebnisse?

00:02:14: Ich glaube, Erlebnisse nicht!

00:02:16: Das war schon immer als Jugendlicher.

00:02:19: Ich habe das letztens irgendwo schon mal gesagt... ich war das Doktor Sommertin meiner Schule, weil ich immer etwas mehr über Sex wusste.

00:02:27: Ich fand auch selbst immer etwas interessant.

00:02:30: Nicht nur ... nicht nur den reinen Akt, sondern eben auch das was dahinter passiert.

00:02:37: Und ja es war immer so ein bisschen meine Idee ich könnte ja sexualtarepoitern werden.

00:02:43: man muss aber dazu sagen Ich habe erfolgreich mein Psychologiestudium abgebrochen womit ich jetzt hätte werden können.

00:02:50: Es ist einfach nicht mein Studium.

00:02:52: also Psychologie war einfach auch nicht meins und hat dann über Umwege eine BeraterInnen Ausbildung gemacht.

00:03:02: Erstmal psychologische Beraterin auf einer Hyptpraktikerschule und dann eben auch die Sexualberatungsausbildung mit, ich glaube über zweihundert Stunden beim Botersandford in Niedersachsen.

00:03:15: Das war erst mal die Sexuell-Beraterin für Menschen mit Behinderungen.

00:03:20: Und da mir das aber irgendwann nicht mehr reicht wird... musste eine weitere Ausbildung folgen und das war die Ausbildung sexokorporell.

00:03:30: Das ist eine körperbasierte Ausbildung, also dass es... Die Idee dahinter ist Sexualität entsteht nicht nur im Kopf sondern auch im Körper Und man kann lustvolle Sexualität oder die Empfindung erlernen.

00:03:46: und das hat mich wahnsinnig gecatcht als ich davon das erste Mal gesagt habe Und ich habe dann schon geschaut, wo es das gibt.

00:03:53: Das gibt's halt eben hier bei uns von dem Züricher-Institut.

00:03:57: Eigentlich ist die Methode in Material entstanden und fehlt auch eben auf Französisch gewesen.

00:04:02: aber das Zürcher-Institute hat das Ganze eben in die deutsche Lautsprache gebracht.

00:04:09: Ja jetzt hab' ich zwei Durchgänge gemacht durch einige familiäre Probleme letztes Jahr.

00:04:14: Dann habe ich den dritten Durchgang noch nicht fertiggemacht mit dem Zertifizierungsdurchgang.

00:04:19: Der steht jetzt noch in den nächsten zwei Jahren ungefähr.

00:04:23: Okay,

00:04:24: das sind dann so verschiedene Module?

00:04:26: Genau, es

00:04:27: sind acht Module und man hat wahnsinnig viel Selbsterfahrung.

00:04:31: also wir sitzen vier Tage zusammen im einem Raum mit vielen Menschen Und der Basislehrgang ist halt Basis.

00:04:40: Dann der weiterfügende Lehrgang hat dann nochmal Supervisionen mit den DozentInnen und der Zertifizierungslehrgang hat nochmal eine Vertiefung tatsächlich.

00:04:53: Und so habe ich das dann jetzt die letzten vier, sechs Jahre gemacht.

00:04:57: Ich habe dazwischen eine Pause und bin immer wieder überzeugt von diesem Konzept und freue mich auch mit diesen Konzepten eben auch mit meinen Klientinnen mit Behinderungen arbeiten zu können.

00:05:09: Ja, das ist spannend.

00:05:10: Das ist ja auch ein gut überleitetes.

00:05:11: meiner nächsten Frage wie du dann mit Menschen arbeitest oder wie du mit Menschen verbindungen arbeiteste?

00:05:17: In dem Bereich.

00:05:19: Ja, also das Basiswissen war ja so die Sexualberatung für Menschen mit Behinderungen auch einfach so ein Basis wissen zu haben.

00:05:28: wie ist eine sexuelle Entwicklung von Menschen mit Behinderung wenn sie eben mit einer frühen Behinderung aufwachsen also entweder vom Geburt an oder frühkindlich erworben und was stellen sich dafür Hürden da?

00:05:43: Und wie unterscheidet Sie sich zur Entwicklung von einem Menschen, der keine Behinderung hat.

00:05:50: Und das war so ein bisschen das Basiswissen.

00:05:52: und was mir auch sehr viel geholfen hat bei der Ausbildung für sexuelle Beraterin, für Menschen mit Behinderungen beim Untersempferd war auch dass er mich sehr schnell in die Arbeit mit Menschen, mit kognitiven Behinderungs eingeschleust hat also eigentlich ins kalte Wasser geworfen hat weil es ist eher fairer zu bezeichnen.

00:06:15: man muss sozusagen Genau das sehen ja deine Hörerinnen nicht.

00:06:19: Ich selbst bin auch eine Frau mit Behinderung, ich nutze den Elektro-Rollstuhl zur Fortbewegung und ich bin auf einer Behindertenschule quasi groß geworden.

00:06:30: in Anführungsstrichen also meine gesamte Schule war eine Sonderschule und es fand ich immer, dass hat mir ganz gut getan.

00:06:38: Ich glaube während der Zeit fand es nicht so doll aber im Narinal, in der Retrospektive war das sehr gut für mich.

00:06:45: Da hatte man aber nicht so viel mit Menschen, mit kognitiven Behinderungen zu tun.

00:06:51: Und es gibt leider unter den Menschen mit Behinderung oftmals ... So ein bisschen wie Animal Farm.

00:06:57: Viele sind gleich, aber manche sind gleich ja oder alle sind gleich und manche ist gleich ja.

00:07:01: Sodass viele Menschen mit körperlichen Behinderer oftmals sich abgrenzen wollen von Menschen mit Kognitiverhinderung.

00:07:10: Was ich mittlerweile sehr schwierig finde?

00:07:14: zu bestehen muss, dass es mir aber früher genauso ging.

00:07:19: Genau!

00:07:19: Dann hatte ich diese Ausbildung und das war einfach für mich wahnsinnig bewussternd, erweitert im positiven Sinne.

00:07:26: Also ich habe sehr viel gelernt und hatte auch einfach wunderbare Möglichkeiten Beratungen zu machen.

00:07:32: Und das hat wirklich gut getan.

00:07:36: Das hat auch so ein bisschen irbelistische Perspektiven aufgelöst und ausgemacht.

00:07:41: Und dann habe ich eben diese andere Ausbildung gemacht und die Sexokorporeale Ausbildung.

00:07:48: Und die hat halt für mich... Also erst mal hab' ich gedacht, naja es sind Körperübungen!

00:07:53: Die mache ich das mit meinem Klientel.

00:07:56: Und dann kam der Missing-Link für alle Möglichkeiten.

00:08:03: Wir arbeiten sehr viel mit Entspannung und Atmung Und ich habe irgendwann mal in irgendeinem Interview ganz scherzhaft gesagt, das Mindeste was meine Klienten können ist Atmen.

00:08:15: Und selbst wenn sie mit einer Beatmung atmen, sie atmen und sie könnte es auch meistens ein bisschen steuern.

00:08:22: Das war für mich so wow!

00:08:24: Ich kann alleine mit der Atmung, mit einer achtsamen Atmungsgabe deine Hörer oder die Menschen, die kennen das auch Mit einer guten, achtsamen Atmung und mit so ein bisschen Atem steuern kann man unglaublich viel im Körper bewirken.

00:08:41: Und wir haben das im Sexokorporät eben auch dahin gelenkt dass man zum Beispiel nach einer gewissen Übungszeit also auch atmen will gelernt sein Auch die Atmungen in Richtung Genitalien lenken können.

00:08:56: Das für Genitalian Also der sagen wenn die Atmos da hingeht Geht auch die Konzentration dahin, geht eine Durchblutung dahin.

00:09:04: Es geht auch viel mit ein bisschen Bewegung im Beckenraum und durch Blutungen bedeutet mehr Sensibilität also eine höhere Empfindsamkeit um halt eben vielleicht einfach an das lustvolle Berührung zu empfangen.

00:09:18: Ja und das war für mich so wow Das können auch meine Klienten.

00:09:23: Und für mich war es auch ganz spannend.

00:09:24: Es gibt eine zentrale Übung ist das Beckenschaukeln d.h.

00:09:28: das Becken nach vorne oder hinten zu kippen Und ich weiß nicht, was soll ich denn da machen?

00:09:35: Dann fing ich an das auszuprobieren und merkte, ob da passiert etwas.

00:09:40: Ich kann meinen Becken nach vorne oder hinten kippen und auf einmal passierte was im Beckenraum und es ist halt eine Miniamplitude bei mir weil ich eben durch meine Grabebehinderung nicht so eine starke Beweglichkeit habe.

00:09:53: aber Es ist egal, ob's von außen sehbar ist, ich spüre es und das macht wahnsinnig viel aus.

00:10:01: Das ist so ein bisschen, wie ich mit meinen Klienten arbeite.

00:10:04: Gerade mit den Klientinnen mit Behinderung.

00:10:06: Dass sich sehr viel über Atmung gehe und selbst Exploration.

00:10:11: Also dass man sich selbst erkundet und was einem gut tut und was nicht.

00:10:18: Und auch viel über Regulierung.

00:10:21: Zum Beispiel dieses Becken-Schaukel ist alles Elemente zur Selbstregulierung.

00:10:27: Wenn das jetzt nicht mit sexuellem... Handlung oder auch Gedanken verbunden wird, kann man auch einfach, wenn wir sie entwecken für uns zurück schlafen und so eine Grundierung heißt das.

00:10:40: Rundation im Englischen.

00:10:43: So ein stabiles Empfinden bekam sowohl im Stehen als im Menschenstehen können aber auch im Sitzen.

00:10:50: Wie so Erdung heißt es?

00:10:52: Ja,

00:10:52: genau.

00:10:53: Genau, so

00:10:54: ein

00:10:55: bisschen.

00:10:56: Und das ist halt... Ja, ich finde es einfach großartig.

00:10:59: Ich find die Arbeit einfach wahnsinnig wertvoll.

00:11:03: dann auch zu sehen, dass sich was bewegt und das, dass die Menschen in eine andere Empfindung kommen ist.

00:11:08: Das ist einfach super.

00:11:10: Ja, das ist schön!

00:11:11: Und da war ja schon der Anköpfungspunkt zur Achtsamkeit, weil da ja Achtsamtheit auch sehr wichtig ist wahrscheinlich sowohl in der Arbeit mit deinen Klientinnen direkt aber auch wieder mit ihren Themen, die sie haben?

00:11:24: Absolut genau das.

00:11:26: Also die Achtsammkeit Ich meine Sexualität ist oftmals ein sehr schweres Thema, weil sie mit so vielen Vorurteilen bei Menschen mit Behinderung behaftet ist.

00:11:37: Auch mit so viel Scham behaftig ist wie.

00:11:40: ich erfülle ja nicht die vermeintlichen Normstandards wenn ich mich nicht bewegen kann oder ich habe eine Spastik und das ist dann nicht für die Sexualität.

00:11:52: Also es sind so verschiedene Dinge einfach sehr stark mit Vorurteilen behaftet sind.

00:12:00: Und wenn man alleine miteinander darüber spricht und auch so ein bisschen eben Regulierungsübung wie tiefes Atmen macht, und in sich hineinspürt dann öffnen sich eben auch Räume um das besprechen zu können.

00:12:15: Um vielleicht Wundepunkte besprechen kann.

00:12:19: Also Wunde Punkte im Sinne von.

00:12:20: ich traue mich nicht drüber zu reden.

00:12:22: Ich habe noch nie mit jemanden drüber gesprochen.

00:12:26: Und das Tempo ist immer das, was meine Klientinnen vorgeben.

00:12:29: Also mein Ausbild hat immer gesagt es wird das gesagt werden will und das finde ich immer ganz logisch unfair.

00:12:43: Ja richtig, spannend und wichtiges Thema.

00:12:45: auch was du sagst mit der Scham und den Unsicherheiten oder auch so eigene Grenzen kennen habe ich jetzt auch gedacht als du es so erzählt hast.

00:12:56: Also Grenzen waren ist natürlich auch ein ganz klares, also das ist zum Beispiel auch etwas was ich oft mit Menschen die eine cognitive Behinderung haben wie besprechen muss dass eben Grenzen auch bewahrt werden dürfen weil man kennt es vielleicht.

00:13:15: Oftmals wird in der Pflege und in der Versorgung von Menschen mit Behinderungen auch wenn keine Persönlichkeitsgrenzen gewahrt, keine Intimitätsgrenzen.

00:13:27: Und das ist etwas wo ich oft halt eben mit Menschen drüber spreche.

00:13:34: Was brauchen Sie?

00:13:34: Was wünschen sie sich?

00:13:38: Ja weil dann ist auch so das Thema ja der Körper und die Akzeptanz vom Körper und Bindung bestimmt auch ein Thema

00:13:46: hast du.

00:13:47: Das ist so was Hauptsinn also die Akzeptanz von dem eigenen Körper oftmals der Norm abweicht.

00:13:56: Es ist ein supergroßes Thema und ich meine jetzt mal ganz ehrlich, aber also selbst ich als erfahrene Sexualeraterin oder auch als Mensch, der viel mit internationalisierten Ableismus arbeitet

00:14:10: usw.,

00:14:11: auch ich kann mich davon nicht freimachen dass ich manchmal in diese Ableistischen Denkstrukturen verfalle und mich dann auch selber abwärte Gott sei Dank nicht lange andauert und wo ich es auch oft schaffe, eben herauszukommen.

00:14:28: Aber diese Stängstrukturen sind so allmächtig und wenn jemand sich damit noch nicht so viel beschäftigt hat dann hat das ganz oft damit zu tun dass die Leute ihren Körper halt für weil es nicht hin zu einer Norm sich bewegt oder leicht sehr abwerten.

00:14:49: Genau

00:14:54: Ich wollte fragen, weil du hast gesagt, dass dir manchmal ganz gut gelingt und was dir dann hilft dabei da wieder aus umzusetzen.

00:15:03: Also ich glaube oftmals ist es halt das, was wir gerade nachdenken also oftmals hat es manchmal etwas mit hormonellen Verstimmung zu tun oder monatliche Zyklus Und ja, das hilft mir Also tatsächlich nicht zu regulieren und dann auch mal, was ich total wichtig finde, Dinge auszusprechen.

00:15:26: Also auch mal zu meinem Partner zu gehen und ihm aufzusagen haben wir echt für mich gerade klein-und minderwertig.

00:15:35: Und meistens hilft eine Umarmung von ihm und einen Augenverdrehen.

00:15:40: Manchmal wenn er aber grade nicht erreichbar ist es auch einfach mit Freundinnen drüber zu sprechen.

00:15:48: Ich hab halt auch eine progressive Behinderung, die halt vorstreitend ist.

00:15:53: Was es auch manchmal zu diesem... Ach man alles scheiße auswüchsten treibt.

00:16:00: Aber dann einfach mit Freundinnen zu sprechen und eben diese Verletzlichkeit auch zulassen.

00:16:07: Und auch diese Traurigkeit zulassen!

00:16:10: Das find ich unglaublich wichtig in jeder Arbeit.

00:16:14: Weil natürlich sind das auch Dinge also so selbstbewusst wie andere mit unseren Behinderung umgehen kann.

00:16:19: Manchmal kann die Behinderungen auch ganz schön auf den Nerven gehen und manchmal kann sie auch richtig blöd sein, und dann ist es auch fair zu sagen Es ist gerade nicht so cool damit.

00:16:29: In den meisten Tagen komme ich da mit gut klar und in den meisten Tage merke ich meine Behinderungs- aber gerade ist das nicht so Cool!

00:16:35: Und ich bin jemand der sehr begrüßt eben... Da auch mal traurig drüber zu sein, auch mal zu weinen wenn es denn so ist dass man das auch kein und auch zulassen kann, denn auch weinen muss man sich ja oftmals erlauben.

00:16:53: Also sich selbst erlaubt nicht das andere, einem die Erlaubnis geben, sondern dass man selbst sich erlaubT doch so diese vermeintliche in einen Filmstrichen Schwäche zuzulassen.

00:17:05: aber das ist für mich so mein Ventil wie ich damit umgehe wenn ich mal nicht so Happy Sunshine Tage habe bekommen.

00:17:14: Ja und es ist auch in Ordnung ist das dieses Tage gibt.

00:17:20: Man sagt ja auch immer, wenn man die Tage nicht hätte, könnte man die anderen gar nicht so unterscheiden und genießen.

00:17:25: Ich finde nur das Gradratische und das Eckige.

00:17:29: Das passt einfach so genau.

00:17:32: Und es aber auch nicht bedeutet dass wir die Bindung dann ganz weg haben wollen sondern einfach, dass es im Moment halt blöd und scheiße ist und auch mal sein darf?

00:17:41: Genau!

00:17:44: Ja, jetzt haben wir schon viel darüber gehört wie du damit mit Klientinnen und Klienten arbeitest.

00:17:50: Als Sie uns das letzte Mal darauf nachdenken haben, hattest Du auch von dem Workshop erzählt bei dem Du zu dem Thema Menschenarbeit bist?

00:17:58: Willst Du da noch was zu erzählen?

00:18:00: Ja also tatsächlich habe ich jetzt ja ich werde eben auch oft sofort wegen oder Workshops eingeladen.

00:18:08: Ich durfte halt einen Workshop, eine Achtsamkeit, Sexualitätsworkshop machen.

00:18:12: Also wo ich es wirklich auch darum ging eben zum Beispiel die Bettenschaukel anzuleiten.

00:18:18: und Es gibt im Sexo-Corporate drei Aktionen von Sexualität ist Tempo Spannung also Anspannung Und eben Raum.

00:18:33: und ich habe mit diesen drei Sachen eben auch mit der Gruppe Erfahrungen machen lassen.

00:18:42: Ich muss nochmal kurz auswohlen, diese drei Tempoanspeimung und Raum machen das mit uns wie wir uns begegnen.

00:18:51: In dem Sexokorporel ja es geht viel um Solosexualität aber es geht eben hauptsächlich auch darum dass wir in der Persexualität unsere Erfüllung finden also Erfüllung im Sinne, dass wir eine erfüllte Sexualität führen können, wo sich beide bei Fügel führen und beide ihre Befriedigung herausziehen.

00:19:15: Und diese drei Aktionen Raum Spannung und Tempo haben viel damit zu tun wie wir uns begegnen.

00:19:23: Ich habe einen sehr schönen Workshop gemacht in dem ich die Menschen erstmal entspannt durch die Gegend laufen lassen.

00:19:31: Begegnung, dass man sich kurz vor einander stehen bleibt.

00:19:35: Sich einfach zulächelt und weitergeht.

00:19:39: Und das Ganze dann eben ausprobiert mit hoher Spannung wie Folstebein oder sogar Probackenbein.

00:19:46: Da ist quasi eine Begehnung gar nicht möglich.

00:19:51: Gleiches habe ich mit einem hohen Tempo machen lassen.

00:19:53: Das auch wahnsinnig schwierig.

00:19:56: Wenn man sich zum Beispiel sehr klein im Raum macht... Schultern einzigt, den Kopf einzielt.

00:20:01: Es ist auch fast nicht möglich eine Begegnung mit jemandem anderen zu erleben.

00:20:06: und das habe ich mit diesem Workshop gemacht und es war am Ende war in dem Raum eine wundervolle liebevolle Stimmung.

00:20:14: Wir haben sich dann am Ende irgendwann hieß es ja, ah!

00:20:17: Ich würde jetzt gerne jemanden umarmen.

00:20:19: Nicht gesagt gut ihr könnt da mal laufen oder euch die Einverständnis von jemanden holen, denen ihr gerne umarme möchtet.

00:20:25: und das haben sie dann abgemacht.

00:20:26: Und es war so... Es war einfach nur schön zu sehen.

00:20:30: Genau.

00:20:31: Schön, machst du so Workshops regelmäßig oder dann auch wenn Du eingeladen wirst dafür?

00:20:36: Genau,

00:20:36: wenn ich eingeladet bin und das was eben gefragt wird.

00:20:39: also Ich mache schon viele Workshop's Meistens hat es einen Vortrag-Charakter Oder Impulsvortrag Und dann gehe ich in die Diskussion mit den Menschen.

00:20:49: Aber ich habe jetzt diese Raumverspannung Tempo-Übung und auch eine Atemübung.

00:20:57: Also ich probiere auch oft mit den Leuten eben eine Atmung aus oder auch verschiedene Atemtechniken, ich glaube... Du kennst mindestens fünfmal mehr als ich!

00:21:08: Aber ich probier immer mit den Menschen die in meinen Workshops sind, das tiefer ausatmen und auch in die Bauchatmung zu gehen.

00:21:17: Und dann probiere ich weil ... Ich habe das fand ich sehr spannend festgestellt, dass manche Menschen zum Beispiel total auf die Boxatmung einspringen.

00:21:26: Muss ich dir erklären in diesem Kontext?

00:21:28: Wir können es nochmal kurz sagen.

00:21:31: Vielleicht nicht jeder, der das Wort damit verbindet, aber vielleicht

00:21:33: auch.

00:21:34: Also ich meine mit Boxatmen, dass mal vier Sekunden einatmet, vier Sekunde hält, vier sekunden ausatmet und zwei Sekunden auch ausgeatmet hält.

00:21:44: Genau!

00:21:44: Das ist die Box-Atmung.

00:21:46: dann gibt's diese achts.

00:21:57: Ich hatte die sieben dazwischen.

00:21:59: Vier, acht, sechs Atmung.

00:22:01: Die fanden auch einige besser tatsächlich.

00:22:06: Das war dieses vier Sekunden einatmen wie Sekunden halten und acht Sekunden ausatmen.

00:22:15: Und einige fanden einfach dieses tiefe Ausatmen sehr entspannt.

00:22:19: Interessant waren meine Sekunden, die eine Übung nicht gut hat sie gestresst und andere tanken die anderen nicht gut in dieses.

00:22:27: Das finde ich halt immer so schön weiß.

00:22:29: Ich habe mittlerweile ein Angebot an Atemübungen wo jeder sich was daraus zählen kann.

00:22:36: Ja ja ich versuche auch bei den Atmung wenn man so auf Zählen achten muss auch mal zu sagen Du kannst so gucken, wie es auch für dich passt.

00:22:43: Weil dieses Strenge, wir ziffern das ein und sechs das... Und ach, das kann allein ja schon stressig für manche Menschen sein.

00:22:52: Genau!

00:22:52: Das haben ganz viele auch gesagt.

00:22:53: Das ist fast nicht viel zu anstrengend.

00:22:55: Die anderen waren dann so, nee, aber das gibt mir einen Rahmen.

00:22:59: Also aufs Zupor

00:22:59: oder

00:23:00: was

00:23:03: andere sagen können?

00:23:03: Genau da hat er die Möglichkeit sozusagen verschiedene Angebote zu geben um zu gucken, was dann für die Person passt.

00:23:10: Das ist ja auch absolut super.

00:23:13: Und auch direkt wieder inklusiv.

00:23:14: Genau,

00:23:15: genauso.

00:23:17: Ja für jeden das was er braucht und was irgendwo tut genau.

00:23:23: Wir haben jetzt schon viel über das Thema Geschworen.

00:23:25: gibt es da noch irgendwas was ich dich nicht gefragt habe oder was du gerne noch teilen

00:23:30: willst?

00:23:31: zu dem Bereich

00:23:32: Überlegegradung?

00:23:35: Nee, ich glaube, wenn du mir die nächste Frage stellst, sind wir in das einfällt.

00:23:38: Okay, das ist gut!

00:23:39: Genau weil ein anderer wichtiger Teil in deinem Leben neben der sexuellen Beratung ist ja auch das Thema Kultur und Inklusion.

00:23:46: Das stimmt, das habe ich in meiner Vorstellung gar nicht gesagt.

00:23:49: Da wollte ich sagen, wenn Du da auch noch bisschen was zu erzählen wirst.

00:23:52: Ja es

00:23:55: war mein Performance-Künstlerin in einem Mixed Abled oder Multi Abled Performance Kollektiv also... Ich habe immer gesagt, ich möchte keine Schauspielerin werden.

00:24:06: Weil ich möchte niemals Text lernen.

00:24:08: Aber Performance ist hier quasi nicht Text lernen sondern Haltung lernen.

00:24:12: so ein bisschen aus meiner Seite erklärt.

00:24:16: und das hab' ich elf Jahre lang gemacht in einem wunderbaren Performance-Kollektiv.

00:24:21: Die waren hauptsächlich ansässig umbrochen haben aber Deutschlandweit auch Performances angeboten und das war von Tanzen über Sprache hin bis zu singen.

00:24:37: Und ich möchte noch mal betonen, ich kann nicht singen aber ich habe auch die übliche Sohn.

00:24:42: und ja also wir haben.

00:24:45: das war eine gute Zeit für mich.

00:24:46: Das hat auch viel mit meinem Selbstbewusstsein gemacht.

00:24:50: Auch mit meinem Verständnis von Kunst und auch für mich meinem Selbstverständnis ob ich denn der Künstlerin bin oder nicht.

00:25:00: Das hab ich glaube ich sechs Jahre gebraucht bis wir dann irgendwann selber irgendwie Stücke gemacht haben und ich bei einem Stück so ein bisschen die Kappe aufwerte.

00:25:09: Und, ich habe mich dann tatsächlich als Künstlerin verstanden und würde das jetzt auch immer noch sagen Ich kann künstlerisch arbeiten und ich habe einen bestimmten künstlerschen Ansatz.

00:25:20: und aus dieser Arbeit weil wir eben mixed-able waren ergaben sich dann aber immer irgendeine Fragen So wie macht ihr das denn mit den Räustungen?

00:25:30: Was braucht ihr denn dafür?

00:25:32: Und wie kann man das dann umgehen?

00:25:34: und ja, so ein bisschen wurden wir quasi zusätzlich zu unserer Arbeit als Künstlerinnen auch eben Berater innen.

00:25:46: Hauptsächlich die Gründerin von Doris Linn, Miriam Michel.

00:25:49: Das war auch mal sehr lustig.

00:25:50: bei Miriam wurde immer gefragt Ja Wie sind Sie denn dazu gekommen mit den Menschen mit Behinderung zu arbeiten wo sie meinten naja Die Menschen haben sich entschieden mit mir zu arbeiten, worüber ich sehr froh bin.

00:26:03: Also auch einfach so das Ganze umgekehrt und es war eine großartige Zeit.

00:26:07: aber wir haben aufgehört wo es am schönsten waren.

00:26:11: Ganz bewusst mit einer Abschlussbeformung und wir haben uns selbst zum Grabe getragen.

00:26:16: Das war ein Heiligen vor drei Jahren, vor vier Jahren.

00:26:20: Es war sehr spannend und sehr schön Ja und daraus hat sich aber so ein bisschen entwickelt dass ich dann in diesem Kulturbereich eingetaufft bin und dann auch weiter gefragt worden bin, wie macht man Jesus?

00:26:33: Wie macht man jenes.

00:26:35: Und habe angefangen mit Anlabel-Schulungen zu machen.

00:26:42: Dann hab' ich auch eine Zeit lang bei an Label gearbeitet was sich aber wegen meiner persönlichen Schwierigkeiten in der Familie meine Mutter war sehr schwer krank.

00:26:51: Ich hatte nicht mehr lange leisten und dann habe ich diese Stelle dann wieder aufgegeben.

00:26:56: Ja, habe ich mich quasi zu dieser Inklusionsberaterin im Kulturbereich selbst fortgebildet und mache das jetzt auch.

00:27:05: Also ich bin nach wie vor sehr kulturinteressiert.

00:27:09: Wir beide teilen ja die Leidenschaft des Sommerbuchfestivals und auch des Vorstands.

00:27:15: Das ist so meine zweite Passion also dass es das was mich sehr umtreibt und was es wahnsinnig wichtig finde, dass eben Kultur die Gesellschaft abbildet und da eben auch inklusiv auf der Bühne, aber auch hinter der Buhne ist.

00:27:33: Ja,

00:27:34: auch ein wichtiges Thema.

00:27:36: Absolut!

00:27:38: Und wenn du möchtest, erzähle ich dir noch von meiner dritten Haupttätigkeit?

00:27:41: Wenn du willst...

00:27:46: Man könnte ja meinen wir könnten ja langweilig werden unter sich das was ich jetzt zuletzt bin in meine Haupttäglichkeit.

00:27:54: Ich habe einen Assistenzdienst für Menschen in Behinderung gegründet, um anderen Menschen die einen Assistentenbedarf haben eben die persönliche Assistenzen zu stellen und das Ganze eben auf Augenhöhe war ich selbst Assistenznämerin bin.

00:28:10: Und mich glaube ich ganz gut in die Bedürfnisse der Menschen mit Behinderungen A hineinversetzen kann und B auch sehr unnachgebig mit den Kostenträgern bin wenn sie sich schwer tun voranschreiten oder bearbeiten der Anträge etc.

00:28:29: Ja.

00:28:30: Okay, schon und bei der Arbeit mit Assistenten ist sich das Thema Achtsamkeit auch super wichtig?

00:28:37: Absolut!

00:28:37: Also da ist es mir... also ich sehe mich selbst als Assistentin, also Unterstützerin, wir Menschen um ihnen auch ja den Selbstwirkungsraum aufzulassen.

00:28:51: Und aus meiner Saison Wir fahren mit einer recht hohen Leistung an, also wo wir sehr viel unterstützen.

00:28:59: Und oftmals gebe ich so für Apö so nach einem halben Jahr dann auch einfach Dinge ab, wenn die Menschen, wenn ich das Gefühl habe, sie wollen das selber machen zum Beispiel als Dienstplanung.

00:29:14: Meistens übernehmen wir die Dienstplanungen vom Unternehmen.

00:29:18: aber irgendwann frag ich die Leute, möchtest du diese Kleidung mit mir zusammen machen?

00:29:24: Ach ja, okay.

00:29:24: Dann kann ich besser entscheiden, wer dann zum Dienst kommt.

00:29:27: und dann kommt irgendwann so, möchest du es sich mal selber versuchen?

00:29:32: Ja, ich weiß nicht, guckst du noch mal drüber?

00:29:34: Ja mach' ich gerne!

00:29:35: Und also so Stück für Stück einfach in die Selbstwirksamkeit das finde ich total wichtig.

00:29:40: Ja, Selbstwirkksamkeit gerade als Spindung ist auch ein wichtiges Thema, dass man immer wieder erinnern

00:29:46: kann, wie wichtig es ist.

00:29:47: Richtig.

00:29:48: Und viele Menschen Durch die Erziehung, durch verschiedene Strukturen haben wir das nie erfahren.

00:29:55: Und deswegen finde ich es so wahnsinnig richtig... Also gerade was für mich eine Lebensentscheidung ist, wer kommt zum Dienst?

00:30:04: Mit wem fahre ich weg und mit wem Lacki ist mir die Nägel oder verbe mir die Haare?

00:30:12: Dass diese Entscheidung einfach komplett beim Kunden dienen.

00:30:17: Ja, super.

00:30:18: Jetzt hast du ja alle deine drei Bereiche gesagt, ich weiß nicht ob es noch irgendwas gibt was

00:30:22: du noch... Ich glaube wenn ich jetzt noch einen Job annehmen würde, würde mein Freund glaube ich ganz schön streiten.

00:30:31: Genau, das ist nämlich meine letzte Frage immer!

00:30:34: Was du so für dich deine eigene Selbstbesorge machst damit's dir gut geht mit allem was du so machst?

00:30:40: Tatsächlich ist mein Lieblings-Selbstbesorge rausgehen.

00:30:47: Also wenn Sonne da ist, dann sind sie besser und ich liebe es in der Sonne eine Atemmedikation zu machen.

00:30:55: Das ist so mein Runterkommen.

00:30:58: Natürlich kann ich die auch zu Hause machen natürlich kann ich sie auch überall sonst machen aber mein liebstes ist es in einer Sonne zu sitzen einfach nur meine Atmung zu folgen und ein bisschen zur Ruhe zu kommen.

00:31:11: Das klingt gut.

00:31:12: Und jetzt wird es ja langsam auch wieder Sonne, Gartes, Pferdes öfter machen können.

00:31:16: Ja absolut, genau!

00:31:21: Vielen Dank für deine Zeit und alles was du geteilt hast.

00:31:25: Danke dir!

00:31:26: Dann das was ich jetzt gar nicht gefragt habe, was ihr aber nochmal in den Show nutzt natürlich teile ist deine Webseite oder Instagram auch zu deinem Angebot je nachdem was du auch möchtest.

00:31:39: Gerne beides?

00:31:41: Genau, sehr gut.

00:31:42: Dann können die Leute, wenn sie sich weiter informieren wollen, da noch mehr Informationen finden.

00:31:47: zu dir und der Dankheit.

00:31:49: Super!

00:31:49: Vielen vielen Dank.

00:31:51: Danke dir!

00:31:51: Tschüss!

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