78 - Erfahrung mit Behinderung im Studium und Alltag - Interview mit Luca von Kirschbaum
Shownotes
In Folge 78 habe ich mit Luca von Kirschbaum über Studium, Barrierefreiheit und die Bedeutung von Community gesprochen. Luca von Kirschbaum nutzt die Pronomen they/them, lebt in Köln und hat gerade die Masterarbeit im Fach Amerikanistik abgeschlossen. In unserem Gespräch teilt Luca offen die Erfahrungen als behinderte Person an deutschen Hochschulen, welchen Einfluss die Barrierefreiheit von Gebäuden auf die Möglichkeit des Ort des Studiums hat.
Wir sprechen darüber, wie wichtig der Austausch mit anderen behinderten Menschen ist und warum Begegnungen und Austausch innerhalb der Disability Community wichtig ist. Luca erzählt zudem aus der Zeit in Kanada: Welche Unterschiede in puncto Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe sind im Ausland spürbar – und wie offen gehen Menschen dort miteinander um?
Ein weiteres Thema der Folge sind Nachteilsausgleiche, Prüfungungen und der Umgang mit Stress im Studium. Luca spricht über die Herausforderungen im Studienalltag auftauchen, wie Zugänglichkeit – oder das Fehlen davon – die akademische Laufbahn beeinflusst und wie Selbstfürsorge und Achtsamkeit auch in herausfordernden Phasen Raum finden können.
Blogpost und Transkript zu Folge 78](https://www.inklusiveachtsamkeit.de/erfahrung-mit-behinderung-im-studium-und-alltag-interview-mit-luca-von-kirschbaum))
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Transkript anzeigen
00:00:06:
00:00:20: Ich freue mich, dass du dir diese Folge anhörst.
00:00:28: Ich habe diesmal mit Luca von Kürschbaum gesprochen und Luca nutzt die Pronomen de demne.
00:00:35: ich versuche deswegen immer auch luka zu sagen Und freue mich, dass Luca sich die Zeit genommen hat im Podcast zu Gast zu sein.
00:00:44: Es ging um das Thema Studium mit Behinderung und auch Leben im Ausland.
00:00:50: Luca war für eine Zeit auch in Kanada und berichtet über die Erfahrungen, die Luca dort gemacht hat.
00:00:58: Wir haben auch so über verschiedene Themen gesprochen.
00:01:01: Deswegen ist auf jeden Fall auch wieder eine Folge, die du dir anhören kannst.
00:01:06: Am Ende geht es noch ein bisschen um das thema Umgang mit Stress im Studium, aber im Großen und Ganzen reden wir einfach so über die Erfahrungen als behinderte Person.
00:01:16: Im Studium und im Alltag.
00:01:18: also auf jeden Fall eine Folge, die für wahrscheinlich viele Menschen auch interessant ist und vielleicht hast du ja auch innige Erfahrungen gemacht und kannst dir gerne mit uns teilen.
00:01:28: Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim hören dieses Gesprächs.
00:01:38: Hallo, Luca.
00:01:39: Schön, dass du im Podcast zu Gast bist.
00:01:41: Ich freu mich, dass Du heute hier bist und ich fange immer so an, das Du gerne einmal Dich vorstellen kannst was Du von Dir teilen möchtest über Dich sagen möchtes?
00:01:50: Ja
00:01:51: hallo Mächtil!
00:01:52: Ich freue mich auch total, dass ich heute hier sein darf.
00:01:55: Was gibst Du zu mir zu sagen?
00:01:57: Genau, ich habe eine Körperbinderung und wohne in Köln und ja momentan studiere ich noch.
00:02:05: an Holkanistik in Bonn im Master.
00:02:08: Ich habe jetzt aber gerade meine Masterarbeit abgegeben und ja, warte jetzt quasi darauf, dass ich meinen Abschluss bekomme.
00:02:15: Ja sonst so meiner Freizeit lese ich viel auch wegen meinem Studium und reise gerne.
00:02:23: Mach gerne was mit Freunden so das übliche.
00:02:28: Über dein Studium oder studieren mit Bindung wollen wir gleich noch reden.
00:02:34: Ja, Zoe ist ja auch wie lange wir uns schon eigentlich kennen.
00:02:39: Als wir letztes Jahr haben wir uns sehr wieder getroffen über ein Verein wo wir beide was mitzutun haben und dann haben wir gemerkt dass wir uns eigentlich schon viel länger kennen.
00:02:49: Ja stimmt das ist mir auch gar nicht so direkt aufgefallen.
00:02:54: Und dann irgendwie als sie uns abschiedet abends haben abends meinte sie zu mir so hey wir kennen uns doch
00:03:00: von
00:03:01: da unter Und ich war so okay, wie krass einfach.
00:03:04: Aber ja, irgendwie das ist auch so ein bisschen... Also das ist glaube ich häufig in der Disability-Community so dass man sich entweder von ewig früher kennt oder über drei Ecken und jeder kennt jeden also.
00:03:21: Obwohl wir immer sagen wir kennen nicht alle aber manchmal ist es dann doch Sinn.
00:03:27: Genau, weil wir haben uns ja beim Rolli-Sport kennengelernt.
00:03:29: Wo ich damals als Übungsleiterin mitgearbeitet habe und du in der Ruppe warst als Teilnehmerperson.
00:03:38: Ja
00:03:39: genau!
00:03:39: War das in Bonn damit?
00:03:41: Das war bei den Rollikids
00:03:44: ein Bonn.
00:03:44: Stimmt er... Wir waren dann noch keine Ahnung mehr mit Ute Hatski.
00:03:49: Ich weiß gar nicht ob die das überhaupt noch macht aber...
00:03:52: Ja genau da waren ja einige.
00:03:55: Ja, genau.
00:03:58: Mittlerweile spiel ich in Köln.
00:04:00: Ich hab lange nicht gespielt und habe dann aufgehört als ich die Abitur gemacht habe, weil es wurde alles ein bisschen viel vom Zeitmanagement her.
00:04:09: Dann bin ich weggezogen fürs Studium und hat dann auf gehört.
00:04:12: Und jetzt habe ich vor kurzem angefangen.
00:04:14: Es macht mir auf jeden Fall sehr viel Spaß.
00:04:18: Was schriezt du denn bei den Kölnen?
00:04:21: Basketball bei den Alteneinen.
00:04:23: Okay cool!
00:04:27: Ja, genau.
00:04:27: Das ist auch so ein Thema was hier wahrscheinlich bei dir das mit der behinderten Community angesprochen so der und auch den Verein über dem wir uns kennen ist ja der Open Ocean Span die ja auch Surfgröße organisieren für Menschen mit und ohne Behinderung.
00:04:42: Und da heißt immer so das Thema dieser Austausch mit anderen Behindertenmenschen.
00:04:46: Ich weiß nicht wie das für dich so ist Der Kontakt zu anderen behinderten Menschen.
00:04:52: Ähm, ja ich muss sagen dass meine Disability Community relativ klein ist.
00:04:58: Also eigentlich kenne ich jetzt auch nur so die... ...die du auch kennst!
00:05:01: Die wir irgendwie beide über Open Ocean kennen und sonst halt eigentlich super wenig.
00:05:07: also außerhalb davon habe ich jetzt eigentlich wenige Leute mit denen ich so regelmäßig Kontakt hab sag' ich mal Ja aber ich finde auf jeden Fall das schon... ...schon mir so viel Okay, wie sage ich das jetzt?
00:05:23: Ja, das ist auf jeden Fall eine besondere Art der Verbindung oder eine besonderen Art der Community.
00:05:30: Also dass mir auch so wenn wir uns mit mehreren Leuten treffen, wie zum Beispiel bei dem Sommerfest oder auch an Karneval wo wir uns getroffen haben oder letztens wo wir beide einen Freundinnen einfach nur abends zusammen waren, dass die Art der Kommunikation irgendwie ganz anders ist finde ich.
00:05:48: und Also, dass man irgendwie auch ganz anders über Themen redet im Vergleich zu wie man über diese Themen mit Menschen ohne Bindung redet.
00:05:57: Weil halt irgendwie gefühlt so viele Sachen brauche ich gar nicht so erklären oder aussprechen weil die andere Person direkt versteht war sich meine oder wie ich mich dabei fühle, weil die anderen Personen ähnliche Erfahrungen gemacht hat wie ich?
00:06:11: Ja das finde ich auf jeden Fall so und unterstützt mich auch da ein bestimmtes Grundverständnis schon da ist und ich bestimmte Situationen, die eben diskriminierend oder ebilistisch sind.
00:06:24: Gar nicht erklären was im Rufraum das ist weil die Leute es ja verstehen, weil wir das ja jede von uns, jeder von uns...jede Person der auch immer erlebt im Alltag.
00:06:35: Ja genau, ja.
00:06:37: Ja interessant!
00:06:39: Und du hattest ja auch das Studium war ja auch ein wichtiges Thema für dich, weil du jetzt gerade deine Masterarbeit abgegeben hast?
00:06:46: Ja.
00:06:46: Bist du auch schon, ob sie bestanden ist oder noch
00:06:48: nicht?
00:06:49: Nein, noch nicht.
00:06:50: Ich kriege meinen Ergebnis sehr wahrscheinlich mit April.
00:06:53: Ah ja okay.
00:06:54: Genau.
00:06:55: Drücke ich die Daumen.
00:06:56: Aber genau dann würde ich gerne so für dich wissen wie deine Erfahrungen auch mit dem Studium waren und auch als binderte Person an der Uni zu sein.
00:07:07: Ja also ich kann ja immer so... ich genaue studiert halt im Maßleimen worden.
00:07:11: Ich habe ja vorher in Wünschleiden Mainz studiert Und ich muss auf jeden Fall sagen, dass ich im Studium insgesamt sehr positive Erfahrungen gemacht habe.
00:07:20: Im Vergleich zu meinen Erfahrungen als Person mit Behinderung früher noch in der Schule also halt vor allem in der Weiterführendschule da hab' ich nicht so gut Erfahrung gemacht.
00:07:29: aber ich hab eigentlich meine Zeit in dem Studium als sehr heilend schon fast empfunden weil ich irgendwie viele Sachen gemacht hab und auch geschafft hab die ich mir halt eigentlich in der Schulzeit immer gewünscht hat, also ich hatte zum Beispiel an der Uni relativ schnell Freunde gefunden.
00:07:49: Ich hatte eine feste Freundesgruppe mit denen ich klar während der Uni-Tage natürlich was gemacht habe.
00:07:56: aber wir haben auch sonst mal etwas unternommen und so.
00:07:58: das hatte ich halt in der Schule irgendwie nie.
00:08:00: da war ich immer ausgeblendet, es hatte eigentlich keine Freunde, wurde halt immer gehinselt und so... Und das hab ich irgendwie so in der Studienzeit alles nachgeholt.
00:08:09: Ich muss auch sagen dass sich halt in einer Schulzeit mich oft auch von den Lehrern halt sehr unverstanden gefühlt habe und irgendwie auch oft so von den Lehrerinnen in so eine komische Sonderposition gestellt wurde, die ich eigentlich nie wollte.
00:08:23: Weil ich halt immer das einzige Kind mit Behinderung auf der Regelschule war.
00:08:26: Ja, das war halt im Studium irgendwie gar nicht so.
00:08:29: Also ich hatte halt... eigentlich nie das Gefühl, dass ich jetzt irgendwie was Besonderes bin oder so.
00:08:36: Die Professoren haben mir nie dieses Gefühl gegeben und ich hatte auch nie das Gefühle, dass mich bei den Professoren beweisen muss und denen quasi beweisen musste sich... doch was im Grips habe, weil man mir es vielleicht nicht unbedingt so ansieht.
00:08:51: Oder wenn nicht behinderte Menschen jemanden im Rollstuhl sehen denken die halt direkt oh mein Gott die Person kann gar nix und die Person ist dumm und da muss man irgendwie immer das Gegenteil beweisen.
00:09:01: und dieses Gefühl hab ich hatte ich im Studium aber tatsächlich
00:09:04: nie.
00:09:05: Ja und das war irgendwie sehr schön und ja hat wie gesagt irgendwie so viel von den Traumarten man schon fast sagen dass sich in der Schulzeit erlebt haben hat irgendwie sehr viel davon geheilt auf jeden Fall.
00:09:18: Ja, das freut mich.
00:09:19: Das Geschichte klingt ein bisschen ähnlich wie bei mir, weil bei mir auch in der... Also ich hatte auch eine OK-Schulzeit aber auf jeden fall das Studium war dann nochmal ne Nummer besser als die Schule und ich war auch dann froh im Studium viele Freunde zu finden, die ich mit jetzt immer noch habe nach.
00:09:57: Ja, ich glaube halt das ist aber generell unabhängig.
00:10:00: jetzt von diesen Erfahrungen.
00:10:02: die wir in der Schulzeit gemacht haben oder die ich gemacht habe.
00:10:05: Ich will jetzt nicht für dich sprechen, aber die ich gemacht hab glaube ich halt auch dass es im Studium leichter ist irgendwie Anschluss zu finden weil man ist zusammen mit einem Studiengang das heißt man hat ungefähr ähnliche Interessen.
00:10:16: das ist halt leicht da irgendwie Leute zu finden mit denen man irgendwie einen guten Weib hat und Man isst halt auch noch viele Eltern ne?
00:10:24: Mein Schulzeit ist natürlich auch Pubertetuch zehn so Und im Studium ist man einfach viel reifer und versteht irgendwie eher, dass Menschen einfach unterschiedlich sind.
00:10:34: Und es überhaupt keinen Sinn macht, irgendwo auszuschließen.
00:10:39: Und du bist für dein Studium auch erst mal in eine andere Stadt gezogen?
00:10:42: Die auch etwas weiter weg von deinen Eltern war?
00:10:45: Genau!
00:10:46: Für einen Bachelor bin ich nach Mainz gezogen bei Frankfurt Genau, weil eigentlich hab ich mich für die Union entschieden.
00:10:52: Weil das halt eine Campus-Union ist und alles super nah beieinander ist.
00:10:56: Weil dich auch relativ modern ist und deswegen auch die meisten Gebäude eigentlich barrierefrei sind was jetzt glaube ich in Köln zum Beispiel nicht unbedingt der Fall ist.
00:11:06: Und ich hatte mich tatsächlich damals für den Bachelor auch in Bonn beworben aber dann wurde ich abgelehnt, weil die Anklistikfakultät halt auch im alten Gebäud war Veranstaltungen nicht barrierefrei gewiesen werden.
00:11:21: Ja, und dann hab ich's halt für den Master noch mal in Bonn probiert.
00:11:26: Und in der Zwischenzeit hatten die dieses alte Gebäude, wo die Anglistik halt früher drin war.
00:11:32: das wurde saniert oder wird immer noch saniert.
00:11:36: Die Anglistik ist jetzt vor ein paar Jahren umgezogen In altes Versicherungsgebäude was halt viel moderner ist Was auch Aufzüge hat bei ihre freien Toiletten und alles.
00:11:45: und dann ging das irgendwie so ... weiß ich nicht, ist irgendwie auch so ein lustiger Moment... ... wo sich dann der Kreis wieder schließt.
00:11:53: So ein bisschen nach dem Motto, gut Ding will Weile haben.
00:11:57: Dann hat es bei mir erst mal nicht geklappt und dann muss man einfach ein paar Jahre später nochmal wiederkommen... ...und dann fühlt sich irgendwie alles wieder so.
00:12:05: Ja aber auch frustriert das es an einem Gebäude scheitert,... ...dass du dein Studium nicht an diesem Ort machen kannst, wo du's gerne machen würdest?
00:12:13: Ja total!
00:12:15: Aber... Ja, gut.
00:12:17: Ich glaube da ist man vielleicht auch als Mensch mit Behinderung einfach ein bisschen dran gewöhnt und auch darauf vorbereitet dass man nicht so super flexibel entscheiden kann wo man studieren möchte.
00:12:28: deswegen ja ich glaub das ist einfach so ein bisschen gehört wieder zu leider
00:12:35: aber noch.
00:12:35: meine Uni wo ich studiert habe in den niederlanden war auch so eine Art Campus wo alles relativ nah beieinander war und ich auch das Glück hatte relativ nah am Campus, eigentlich schon fast auch im Campus.
00:12:46: Wohnen zu können, wodurch ich auch kurze Wege dann hatte und hatten ja auf jeden Fall auch geholfen um das Studium so machen zu können.
00:12:55: Und war auf jeden fall... Ich glaube, Campus-Universität tut auch noch mal viel dazu was so bei ihrer Armut und sowas angeht auf jedenfall.
00:13:05: aber ich habe zum Beispiel in Mainz da noch manchmal als sehr still irgendwie empfunden weil der Campus ist natürlich irgendwie ab ... sechs, acht Uhr abends ist der halt... Da ist ja keiner mehr wenn die Bibliotheken dann zu machen.
00:13:18: Dann ist er halt so ein bisschen tote Hose und halt eigentlich alle meine Freunde haben halt woanders gewohnt quasi auf der anderen Seite der Innenstadt.
00:13:28: Das heißt wir haben uns dann eigentlich meistens auch nur irgendwie am Wochenende getroffen oder so.
00:13:33: Ja aber wir sind jetzt eigentlich nie so viel ausgegangen oder so haben uns halt meistens bei irgendwem zu Hause getroffen Was auch schön ist, aber manchmal hat mir die Ausgehkultur so gefehlt.
00:13:45: Die ich aus Köln kenne.
00:13:48: Deswegen habe ich meins als Kleinstadt im Erinnerung.
00:13:54: Weil es eben nicht so ... die Ausgehkultur und sowas gibt.
00:13:59: oder hab ich das nicht wahrgenommen wie jetzt in Kölnen?
00:14:02: Aber vielleicht, wenn man in Kologne groß geworden ist, kommt fast jeder andere Stadt ein bisschen Kleinstadt minst ich vor, außer jetzt vielleicht irgendwie München und Berlin.
00:14:13: Ja also so ausgehen ist auf jeden Fall ja auch wichtig, dass man da dann barrierefrei auch mitbekommen kann und das mal leben?
00:14:22: Ich glaube das war auch ein bisschen ein Punkt weshalb wir in Mainz uns dann halt auch oft beißen.
00:14:27: ... bei Freunden von mir zu Hause getroffen haben, weil halt viel von denen ... ... Kallen wohl die Leute ausgegangen ... ... wo wir ausgegehen hätten ausgehen können.
00:14:36: Gar nicht bei ihrer freien Wand!
00:14:38: Also ich war jetzt vor ein paar Monaten noch mal in Mainz für eine Konferenz fünf Wochenende und da sind wir dann nach dem ersten Konferenztag auch abends essen gegangen... Und allein der Weg zum Restaurant ... ... war eigentlich fast nicht machbar, weil er halt super steil war und einfach ewig gedauert bis ich da bei diesem Restaurant ... war und kam dann irgendwie komplett fix und alle da an.
00:15:00: Und der Eingang war auch überhaupt nicht bei ihre Freien, sondern wieder hinten rum durch den Hintereingang und so.
00:15:05: also es war ein richtiger Heck weg.
00:15:08: Das ist nervig!
00:15:09: Ja das ist sich das Schöne an Köln, dass es hier relativ flach ist und man eigentlich ganz gut überall hinkommt.
00:15:16: Das
00:15:16: stimmt ja.
00:15:18: Ja, das stimmt.
00:15:19: Das is schon ein großer Vorteil.
00:15:23: Das ist schön.
00:15:24: Genau für mich auch beim Studio, aber auch dieses Freiheitsgefühl dann von zu Hause weg zu sein nochmal ein wichtiger Fakt und auch für die eigene Selbstständigkeit.
00:15:34: Natürlich war ich auch als Zuhause.
00:15:36: Als ich noch mal meinen Eltern gewohnt habe, hab' ich natürlich auch viele Sachen gemacht.
00:15:39: zum Beispiel bin ich auch immer selber dann zum Rolli-Sport früher gefahren weil der im Nachbarort war.
00:15:44: Aber trotzdem ist es natürlich was anderes wenn man dann einmal ganz für sich alleine wohnt und alles allein machen kann.
00:15:52: Ja, auf jeden Fall.
00:15:53: Das macht auf jeden fall auch noch mal viel aus für die eigene Selbstständigkeit insgesamt und hat mir glaube ich auch geholfen wie als Person so ein bisschen mit meinen Aufgaben zu wachsen.
00:16:05: Auf jeden Fall Also ist nicht so, als hätte ich meine Mutter nicht mindestens jeden zweiten Tag angerufen und gefragt Mama Wie geht das?
00:16:14: Aber trotzdem auf jedenfall Wie heißt das?
00:16:20: Rückblickend betrachtet, genau.
00:16:22: Rückblickende Betrachtung hat mir das auf jeden Fall sehr geholfen für meine eigene Entwicklung.
00:16:29: Und wie war das für dich im Studium mit dem Material und auch zum Beispiel Klausuren?
00:16:34: Weil bei mir z.B.
00:16:35: habe ich dann irgendwann länger Zeit bekommen um Klausur zu schreiben weil ich gemerkt hab, ich brauch ein bisschen mehr Zeit dafür und wir haben teilweise auch... weil ich habe halt Psychologie studiert, wo teilweise im ersten Semester was an die fünfhundert Studenten waren.
00:16:51: Und dann satzten wir teilweise alle in einem großen Raum, im Sportzentrum oder einen Vorlesungssaal und haben da halt die Klausuren geschrieben oder die Examen.
00:17:02: Ich habe gemerkt, dass mich das total stresst und konnte dann halt in einem Raum schreiben wo weniger Leute die Klosuren geschrieben haben, wo auch Leute die zum Beispiel Lese-Rechtschreibschröcher-Dyslexie hatten, auch Legacini hatten, schreiben konnten.
00:17:18: Und deswegen weiß nicht, wie das bei dir war.
00:17:20: Ob du da auch dich irgendwie so Unterstützung sucht hast, um dein Studium besser schaffen zu können?
00:17:26: Ja also ich hatte auch auf jeden Fall ein Nachteilsausgleich und ich ... Also sowohl im Bachelor als auch im Master an der Uni.
00:17:32: aber ich hab es eigentlich nur gemacht weil ich das halt in der Schule schon hatte.
00:17:36: Ich wusste irgendwie, okay, ich brauch das und das bringt mir was.
00:17:40: Deswegen habe ich das dann sowohl vom Bachelor- als auch dem Master direkt beantragt.
00:17:45: Okay...
00:17:47: Also, der war auch immer gleich.
00:17:49: Der war in der Schule genau gleich wie im Bachelor- und Masterstudium.
00:17:52: Ich habe einfach ein bisschen mehr Zeit bekommen.
00:17:55: Im Bachelor-Studium weiß ich noch, dass ich einen oder zwei Klausuren auch in einem eigenen Raum geschrieben hab.
00:18:01: Das hatten die mir da irgendwie angeboten.
00:18:02: dann dachte ich so ja komm mach' ich mal ne?
00:18:04: Wieso nicht?
00:18:05: Und da war auch eine andere Person mit dabei, die glaube ich irgendwie... ein jüngeres Kind hatte und ihn musste dann ab und zu mal raus, um sich um dieses Kind zu kümmern.
00:18:15: Was mich persönlich aber auch wieder extrem abgelenkt hat, was mir total genervt hat.
00:18:20: Das war irgendwie kontraproduktiv im Endeffekt, weil sie immer wieder aufgestanden ist zum Rausgehen.
00:18:26: Und ich hab halt auch Konzentrationsschwierigkeiten nicht.
00:18:28: Ich lass mich super schnell ablenken.
00:18:30: Dann dauert das wieder ein bisschen ... Wenn ich einem abgelenkend bin, bis ich mich wieder auf meine Aufgabe fokussieren kann.
00:18:37: Genau, und dann war ich irgendwie ... Genau, ich würde das glaube schon im Zweitversuch für diese Klausur die ich da geschrieben habe und dachte mir so zwischendurch okay wenn ich jetzt wieder durchfalle dann schuldige irgendwas anderes weil irgendwie interessiert mich das hier sowieso nicht.
00:18:50: Das war halt in meinem in meinem In meinem zweitfach war das Ich hab erst angefangen Germanistik zu studieren Und dann ja saß eben mit dieser Klausure im zweitversuchen dachte mir So ja ok wenn ich sie wieder durch falle Dann mache ich etwas anderes weil eigentlich interessiert es mich eh nicht und ich verstehe es sowieso Nicht.
00:19:07: Ja dann bin ich wieder durchgefallen Wunder.
00:19:10: und dann war ich so, ja okay da mache ich jetzt was anderes.
00:19:12: Dann habe ich mein Beifach gewechselt und hab dann im Beifache europäische Literaturwissenschaften studiert und im Hauptfach Amerikanistik.
00:19:21: Ja also irgendwie war das ein bisschen kontraproduktiv mit diesen Nachteilen ausgleich wie die das in Mainz gehändelt haben.
00:19:28: aber insgesamt hat mir das trotzdem geholfen auf jeden Fall dass ich ein bisschen mehr Zeit hatte und ja ich glaube dass es mir insgesamt auch geholpen hat Weil ich diesen Nachteilsausgleich ja schon zu Schulzeiten hatte.
00:19:41: Es war irgendwie nicht so komplett neu und ich wusste quasi, bevor ich mein Schulum angefangen hab, dass ich das brauche und dass mir das was bringt.
00:19:48: Und eigentlich war es glaube ich relativ easy, das auch zu beantragen.
00:19:52: Im Masterstudium dann auch... Genau!
00:19:55: Ich habe dann sowohl für die Bachelorarbeit als auch für die Masterarbeit auch ein bisschen mehr Zeit bekommen.
00:20:02: Ja, weil... Also vor allem bei der Masterarbeit habe ich das gemerkt dass es auch insgesamt irgendwie viel von dem Druck rausnimmt.
00:20:09: Ich glaube, bei einer Masterarbeit ist ja insgesamt der Druck eh nochmal höher Weil's ist so okay, ich schließe jetzt mein Studium damit ab.
00:20:17: So ich muss gut abliefern und ich glaube, dass auf jeden Fall diese paar Wochen nicht mehr Zeit hatte Dass das einfach insgesamt wenigstens ein bisschen vom Druck rausgenommen hat.
00:20:29: Das ist gut.
00:20:31: Nee, ich hatte das auf jeden Fall auch entspannt.
00:20:33: Also die war da dann nicht so ... Ich hatte in der Schule auch ... durfte dann teilweise länger schreiben und hab auch teilweise Arbeiten am Laptop geschrieben.
00:20:41: Hab dann aber im Studium es erst mal so versucht und nach ein paar Monaten als ich auch die ersten Klausuren dann nicht, auch teilweise nicht bestanden hatte oder ganz knapp bestanden hat, dann auch bei einer Studienpsychologin einen Gespräch gehabt.
00:20:54: Und die hatte mir direkt gesagt, dass ich das machen kann.
00:20:58: Dann fand ich's auch was auch entspannter für mich.
00:21:01: weil ich die Möglichkeit hatte, das zu machen.
00:21:05: Ja genau, stimmt!
00:21:06: Ich habe glaube auch meine Closur dann am PC geschrieben tatsächlich.
00:21:10: So im Bachelor eben bei dieser einen Germanistik-Closer wo ich mir dann so dachte okay wenn die es wieder durchfliege, dann mache ich was anderes.
00:21:17: Da saß ich auf dem Computer... Ich hatte halt in meinem Studium gar nicht so viele Closuren.
00:21:22: aber da war das Lack an der Tat und wir hat das Studium aufgebaut haben.
00:21:25: Wir hatten hauptsächlich Hausarbeiten und die schreibt man ja sowieso am PC.
00:21:30: Und dann später im Master hatte ich, also kannte mich ja noch zwei andere Klausone erinnern die ich hatte.
00:21:36: Genau in meinem Nachtragsausgleich stand auch drin dass sich diese Sachen auch am PC schreiben darf und das habe ich dann einfach direkt mit der Professorin so abgeklärt haben gesagt joh ich hab diesen Nachtragsausgleich ich darf es am pc schreiben.
00:21:49: haben sie einen den Sie zur Verfügung stellen wollen?
00:21:52: ansonsten bringe ich meine eigenen mit und da war das total unkompliziert.
00:21:55: Ich glaube die wollte nicht mal diesen Wisch vom Prüfungsanzien, der das bewilligt.
00:22:01: Die hat mir das so abgekauft und gesagt ... Am Anfang von der Klausur soll ich dann halt das WLAN ausschalten, damit ich nicht keinen Torschussversuch machen kann oder einfach Google oder so.
00:22:14: Ja, aber ansonsten war es superentspannt.
00:22:17: Ja gut.
00:22:19: Das klingt gut!
00:22:20: Genau, ich hab noch ein anderes Thema bei.
00:22:22: du warst ja auch für deinen Studium Und auch so weiß ich ja von dir dass du gerne Reist, und dass du auch teilweise im Ausland bist.
00:22:29: Auch so wie deine Erfahrung mit Reisen oder Behinderung zu leben in anderen Ländern?
00:22:35: Mit Behinderungen für dich war ...
00:22:38: Ja also kommt natürlich immer aus Land an.
00:22:41: es ist auf jeden Fall nicht überall gleich leicht zu reisen.
00:22:45: Ich kann mich auch noch erinnern das ich als Kind war es natürlich auch ein bisschen leichter irgendwie in nicht so barrierefreie Länder zu reißen weil Gut, ich war kleiner.
00:22:57: Ich war auch noch viel leichter und wenn es halt nicht so bei ihr war ... haben meine Eltern mich dann halt auch mal getragen oder so.
00:23:04: Das ist jetzt mittlerweile mit siebenundzwanzig.
00:23:07: Ist das jetzt nicht mehr so?
00:23:08: die Möglichkeit?
00:23:10: Genau.
00:23:10: aber also ich hab während meiner Schulzeit habe ich ein Jahr ... War ich halt ein Jahr im Ausland nach der neunten Klasse.
00:23:20: War in Kanada und hab da bei einer Gastfamilie gewohnt auf so einer kleinen Insel an der Westküste zwischen Vancouver und Vancouver Island.
00:23:27: Ja, da hab ich auf jeden Fall sehr barrierefrei empfunden.
00:23:32: Das Haus war jetzt nicht so hundertprozentig barrierenfrei aber ... Ich habe ja auch noch ein bisschen Mobilität oder damals konnte ich auch noch etwas laufen.
00:23:40: das heißt, ich brauchte jetzt auch nicht den Rollstuhl in den Haus die ganze Zeit.
00:23:44: Das heißt es war gar nicht so.
00:23:46: das Problem generell auch so in der Schule, die ich dann damals besucht hab während dem Auslandsjahr.
00:23:52: Die war auch super barrierefrei und das war überhaupt kein Problem.
00:23:56: Das war im Jahr zwei Tausend Beiziehn.
00:23:59: Und dann bin ich nach dem Abitur in zwei Taussend siebzehnt und nach meinem Studium in zwei tausend zweinzwanzig, bin ich noch mal dahin zurück und in zweitausend zwanzig bin ich dann.
00:24:11: also war ein bisschen länger in Kanada und drei Monate insgesamt.
00:24:16: Wir sind da auch ein bisschen rumgereist Also von der Westküste bis zur Ostküstung wieder zurück quasi und habe insgesamt das Reisen als sehr unkompliziert auf jeden Fall empfunden, also sowas öffentliche Verkehrsmittel angeht.
00:24:31: Ob es jetzt irgendwie die Gubane in Toronto ist oder der Zug Keine Ahnung, wo bin ich denn da gefahren?
00:24:39: Von Toronto nach Ottawa bin ich zum Beispiel einmal mit dem Zug gefahren.
00:24:44: Das war auch total unkompliziert, die hatten da auch so Einstiegshilfe und auch so barrierefreie Plätze im Zug und alles.
00:24:52: also das war richtig unkompliciert.
00:24:54: ja und generell würde ich auf jeden Fall sagen dass Kanada eigentlich eines der barrieren freien Länder ist, die ich bereist habe und auch wie gesagt auch total uncompliziert.
00:25:05: Irgendwas wollte ich noch sagen, aber hab mich jetzt wieder vergessen.
00:25:07: Das ist
00:25:08: gut passiert.
00:25:10: Ach
00:25:12: so ja!
00:25:13: Und auch insgesamt fand ich auch, dass die ... So wie die Leute auf mich reagiert haben.
00:25:18: als Mensch mit Behinderung habe ich auch ganz anders empfunden als in Deutschland.
00:25:23: also die waren... Ich würde sagen das die Kanalle der generell viel offener sind und mir gegenüber viel offner waren und nicht so viele Berührungsängste hatten.
00:25:32: Mhm
00:25:33: und meiner Behinderung.
00:25:34: Und ich glaube, dass das eben auch daran liegt, weil das Land so viel oder teilweise wahrscheinlich nicht überall, aber teilweise oder größtenteils so viel bei Jere Freie ist als anderen in Europa oder Deutschland.
00:25:51: Dass natürlich Menschen mit Behinderungen auch viel mehr Teil des öffentlichen Lebens sein können, weil es eben viel bei jere Freier ist Und ja, dass dadurch halt auch viele nicht behinderte Menschen mehr Berufspunkte mit Mensch mit Behinderung haben und deswegen die Berufsängste weniger sind.
00:26:08: Ja, ein wichtiger Punkt war cool das du so schöne Erfahrungen in Kanada hast.
00:26:13: ich war nur einmal als Jugendliche für zwei Wochen als Reisen da aber ich fand es auf jeden Fall auch ein cooles Land und würde gerne noch mal auch Vancouver und Vancouver Island nochmal bereisen wollen.
00:26:28: Ja, also an sich auch jetzt unabhängig von der Barrierefreiheit auch ein super beeindruckendes Land.
00:26:34: und ja es gibt einfach so viel zu sehen und von irgendwie Strand und mehr alles bis zu Gletschern und Schiepisten und riesen große Wälder.
00:26:46: Also ich hab diese Landschaft die ich da gesehen habe glaube ich seitdem nirgendwo mehr auf der Welt gesehen.
00:26:54: Ja, ich glaube es gibt auch nicht so viele Länder wo es so beeindruckende Landschaften
00:26:57: gibt.
00:26:58: Das stimmt ja.
00:26:59: also wenn man die Möglichkeit hat solltest du das auf jeden Fall einmal in sein Leben gesehen haben glaube ich.
00:27:08: Ja dann ist er hoffentlich wenn wir jetzt wissen dass es so barrierefrei ist und reisen vielleicht mehr Leute auch mal nach Hause.
00:27:17: Genau beschäftigt sich auch wie mit Literatur auch für deine Masterarbeit Und ist für dich so Behinderung und Literatur ein Thema, mit dem du dich beschäftigst?
00:27:27: Oder wie siehst du das oder wie nimmst du das für dich machen.
00:27:30: Ja also ich würde sagen dass es jetzt so... Ich meine ja mittlerweile beschäftige mich mit Literatur hauptsächlich im Kontext meines Studiums.
00:27:41: Also ich lese in meiner Freizeit schon noch bisschen aber im Moment auch gar nicht mehr so viel weil ich einfach Ja, viel und lange fürs Studium gelesen habe.
00:27:52: Es gibt schon auch wieder andere Zeiten wo ich mehr für Freizeit lese.
00:27:57: aber genau eigentlich hab' ich mich so mit Literatur- und Behinderung in den letzten Jahren hauptsächlich so im Kontext meiner Studiums eben beschäftigt Und ab und zu schreibe ich auch irgendwie mal Essays darüber.
00:28:11: also ich hab zum Beispiel letztes Jahr Das habe ich ein Essay für eine Konferenz geschrieben zur Darstellung von Behinderung in dem Buch Ein wenig Leben, von Hania Yanagi-Hara.
00:28:28: Von welchem Jahr ist das?
00:28:30: Keine Ahnung, im Jahr zwölfzehntausend, vierzehn oder so... ...oder fünfzehn irgendwie sowas, dass ja auch super bekannt war.
00:28:37: letztes Jahr.
00:28:38: ...habe ich viel darüber gelesen.
00:28:41: Genau, also in dem Kontext habe ich mich dann ein bisschen mit ... ... Behinderung und Literatur beschäftigt.
00:28:46: Die Konferenz ging tatsächlich auch über ... ... Überrepräsentationen von Menschen mit Behinderungen.
00:28:52: Okay... Genau!
00:28:53: Aber insgesamt muss man eigentlich sagen dass so im akademischen Bereich ... ... relativ wenig Präsentations für Menschen mit Behinderungen ist leider.
00:29:03: Fast aber irgendwie auch nicht so.
00:29:05: Und nicht so überraschend ist, finde ich.
00:29:09: Weil das Akademische oder zumindest an der philosophischen Fakult- also die Akademie in der philosophischem Fakulität ja quasi von sich behauptet, die Gesellschaft, indem wir Leben wiederzuspiegeln und wenn die Gesellschaft in der wir leben wenig Repräsentationen von Menschen mit Behinderung hat dementsprechend hatte natürlich dann auch die Akademie.
00:29:33: Wenigrefer sind dazu mit Behinderung.
00:29:35: Wunder, genau!
00:29:37: Und ich glaub halt auch, dass mich so ein bisschen davor sträube jetzt krass im Studium also mit Literatur und Behinderungen zu beschäftigen weil es mich ja sonst auch in meinem Alltag eigentlich immer und überall beschäftigt und ich dann lieber quasi meine akademische Zeit wenn ich das mal so sagen kann, lieber mit anderen Dingen mich irgendwie beschäftige.
00:30:03: Also ich stieße es nicht komplett aus, aber ich habe einfach ein bisschen andere Themen auf die ich mich fokussiere.
00:30:10: Was sind das gerade für Themen?
00:30:13: Ich beschäftige mich schon länger eigentlich seit meinem Bachelorstudium viel mit Indigen Literatur also mit Literatur von indigen Personen aus Nordamerika und eben auch deren Geschichte der Beziehungen zum ... zu den kolonialistischen Staaten in USA und Kanada.
00:30:35: Oder also ja, die Regierungen quasi?
00:30:38: Ja
00:30:38: genau!
00:30:41: Also das ist so mein Lieblingsthema natürlich auch durch die ganzen Vorlesung- und Semilare, die ich besucht habe.
00:30:46: Natürlich auch noch viele andere Themen aber... Das ist so ein Lieblingthema und das mit dem mich eigentlich auch am meisten beschäftige.
00:30:54: Und dass es auch das Thema, mit dem ich mich jetzt Ja, grüber gesagt in meiner Masterarbeit beschäftigt habe.
00:31:03: Genau das ist eigentlich auch noch eine Frage was jetzt deine Pläne nach dem Master
00:31:09: oder nach der Master bei sind?
00:31:10: Also vorausgesetzt ich hab mal ein Master bestanden Ist eigentlich der Plan danach noch einen Doktor zu machen weil ich einfach so gerne halt also akademisch arbeite.
00:31:24: Ich interessiere mich sehr viel Literatur.
00:31:26: Ich finde es total super, mich irgendwie tiefgründiger mit irgendwelchen Texten zu beschäftigen und darüber zu schreiben.
00:31:33: Also Hausarbeiten haben mir immer Spaß gemacht.
00:31:37: Meine Bachelorarbeit und meine Masterarbeit haben mir beide total Spaß gemacht, mich länger mit einem Thema tiefer gründiger zu beschäftige.
00:31:45: Das ist schon auf jeden Fall mein Ding.
00:31:47: Genau deswegen würde ich jetzt gerne noch ein Doktor machen an der Uni dann wahrscheinlich noch weiter unterrichten oder so.
00:31:57: Aber ja, muss ich jetzt halt ein bisschen schauen ob ich eine Stelle bekomme und vor allem wo ich eine stelle bekomme, ob ich wieder umziehen muss und so.
00:32:07: Und dann sind wir auch wieder bei einem Thema was sie eben gesagt haben dass man eben als mensch mit Behinderung wenn man auf Barrierefreiheit oder eine bestimmte Art von Barrierenfreiheit angewiesen ist natürlich nicht super flexibel ist.
00:32:22: leider.
00:32:23: und ja, muss ich jetzt einfach schauen wie es weitergeht.
00:32:27: Aber das ist irgendwie so der Gruppe Plan.
00:32:32: Dann hoffe ich dass du eine gute Stelle findest in der Stadt
00:32:36: die zu
00:32:37: dir passt wo du auch eine gute Barrierenfreihohnung findest oder vielleicht Lime kannst in Köln und dann machen kannst was du machen möchtest.
00:32:48: Ja, das wäre auf jeden Fall Schön, wenn ich im Köln bleiben könnte.
00:32:52: Weil auch mit meiner Wohnung in meiner Wohnsituation aktuell super zufrieden bin und auch in einer sehr barrierefreien Wohnung im Moment wohne.
00:33:00: aber ja keine Ahnung kann man sich halt manchmal auch nicht aussuchen.
00:33:04: also kann schon sein dass ich dann quasi gezwungenermaßen wegziehe oder wegziehen muss.
00:33:09: Aber ja musst einfach mal schauen
00:33:14: Gibt es da noch irgendwas was ich jetzt noch nicht gefragt habe?
00:33:16: Was du gerne noch teilen möchtest?
00:33:18: Nein,
00:33:20: ich glaube sonst nicht.
00:33:23: Wir haben über so vieles gesprochen.
00:33:26: Genau und die letzte Frage ist immer, weil mein Podcast ja auch um das Thema Achtsamkeit und Selbstfürsorge geht was deine eigene Selbstfühlsorge ist?
00:33:34: Was du für dich gerade machst, was dir gut tut.
00:33:37: Genau also da ich jetzt in letzter Zeit eine relativ intensive und stressige Zeichen hinter mir habe mit meiner Massarbeit bin ich jetzt gerade irgendwie so mehr darauf fokussiert, die Sachen zu machen, die mir Spaß machen.
00:33:52: Also ich versuche auch im Moment wieder viel in meiner Freizeit zu lesen und die ganzen Bücher aufzuholen mit denen für die ich keine Zeit hatte während meiner Maßarbeit und auch weil ich habe also überhaupt keinen Kopf.
00:34:06: Ja ansonsten... Mache ich jetzt auch wieder ein bisschen mehr Sport eben.
00:34:11: Also, weil ich ja seit paar Monaten bei den Alternators bin, gehe ich einmal die Woche zum Sport, wo ich merke, dass es mir sehr gut tut und sonst nehme ich mich auch mehr Zeit für Freundinnen, weil während der Massearbeit oft irgendwie absagen musste und generell auch ... Teilweise eine ganze Woche lang zu Hause war die ganze Zeit, weil ich auch für nichts anderes mehr Energie hatte.
00:34:36: Also ich versuch auch mehr rauszugehen und das Haus zu verlassen was auch gut ist für die physische und mentale Gesundheit.
00:34:44: Ja also genau Ich versuche einfach im Moment viel von den Sachen zu machen, für die ich während meiner Masterarbeit keine Kopf und keine Zeit und Energie hatte.
00:34:56: Und jetzt wird ja wieder schöneres Wetter, dann kann man ordentlich wieder ein bisschen besser ausgehen.
00:35:01: Genau, ja.
00:35:03: Aber du hast gerade... Jetzt regt mir noch einen.
00:35:05: Du hast gerade mit dem Stress im Studium gesagt, hast du da so Wege?
00:35:10: Sowohl während deinem Maß dabei und auch mit dem Studium.
00:35:12: So Wege für dich gehabt, mit dem Stress umzugehen.
00:35:15: Was hast du dafür Dich gemacht?
00:35:17: oder ist dir das leicht oder schwer gefallen?
00:35:21: Ich würde schon sagen dass es mir eher schwer gefallen ist und ich glaube, bis jetzt noch keine gute und auf jeden Fall wenigstens gesunde Art gefunden habe damit umzugehen.
00:35:33: Also ja bei mir hat Stress leider oft ausgelöst dass ich einfach wirklich tagelang nur zu Hause war und nicht rausgegangen bin oder irgendwas anderes gemacht hab weil ich einfach mental so erschlagen war das ich teilweise auch einfach nur den ganzen Tag im Bett war was natürlich jetzt nicht so förderlich ist für die Gesundheit.
00:35:56: Aber ja, deswegen arbeite ich jetzt auf jeden Fall daran, das wieder zu ändern.
00:36:03: Ja, kann das hoffentlich auch in Zukunft beibehalten in so stressigen Phasen?
00:36:08: Aber schauen wir mal wie es wird!
00:36:11: Okay, hier ist immer eine Übung, immer zu gucken, was wir gerade brauchen.
00:36:17: Ja, okay.
00:36:18: Vielen Dank, Luca für deine Zeit und was du alles mit uns teilt hast über deinen Studium und den Leben in Kanada auch und alles Mögliche prüver wiegerät haben!
00:36:29: Und dann wünsche ich dir einen schönen Tag und bis bald!
00:36:33: Ja, dir auch vielen Dank für das geschnitten Gespräch, habe mich sehr gefreut... Mich auch!
00:36:38: ...und ja ist ganz breit!
00:36:40: Tschüss!
00:36:42: Ciao!
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